Linux Einstieg in der Berufsschule mittels VPS?

VPS? Was ist das?

Auf real existierender Hardware werden mehrere virtuelle Server emuliert, sodass auf einem Gerät eine Vielzahl kleiner Servern laufen kann. Aufgrund der extrem geringen Systemanforderungen von Linux kann so eine hohe zweistellige Zahl an virtuellen privaten Servern (kurz VPS) auf nur einem physischen Gerät betrieben werden.

Das Ganze ist nicht nur sehr angenehm für Admins, sondern diese Virtualisierung lohnt sich vor allen Dingen für preisbewusste Kunden. Es ist ohne Weiteres möglich einen VPS für unter 5€ im Monat zu bekommen. Zu bestimmten Terminen wie Black Friday oder Weihnachten stellen Hosting-Anbieter noch günstigere VPS-Angebote ins Netz.

Einer meiner VPS bietet mir 1 CPU Core, 512MB RAM, 80GB HDD, 1TB Bandbreite und 1 IPV4 + 10 IPV6 Adressen. Das Ganze kostet mich 30€ im JAHR!
Wozu das Ganze? Um ein paar Stichworte zu nennen: eigene VPN-Umgebung, Compile-Server, eigene Cloud-Umgebung, usw.

Virtuelle Server? Was hat das mit Schule zu tun?

Nicht nur privat kann man VPS nutzen. In der Ausbildung von Fachinformatikern bietet sich der Blick über den Tellerrand (Richtung Linux) an.

Ein weiterer Pluspunkt: VPS stehen mit beiden Beinen im Internet und müssen nicht erst per NAT o.ä. künstlich ins Internet gehoben werden, wie es mit einer Windows-Instanz aus dem Schulnetz der Fall wäre.
Weiterhin ist das mühsame Installieren Vergangenheit, da die Installationen sich leicht über die Hoster-Weboberfläche auf den Ursprungszustand zurücksetzen lassen (siehe Screenshot). Das bedeutet, dass die Azubis nichts kaputt machen können. Viele Anbieter bieten meist mehrere Linux-Distributionen an, sodass man alle kennenlernen kann und die Gemeinsamkeiten und Unterschiede praktisch feststellen kann.

Distributionen
Distributionsauswahl

Verortung im Rahmenlehrplan

Im Rahmenlehrplan der Fachinformatiker habe ich mehrere Lernfelder ausmachen können, die zum Einsatz von VPS einladen:

Lernfeld 7: Vernetzte IT-Systeme z.B. Planung, Aufbau und Konfiguration von Netzwerkbetriebssystemen; Inbetriebnahme und Übergabe (Benutzer- und Ressourcenverwaltung)

Lernfeld 10: Betreuen von IT-Systemen z.B. Warten und Instandhalten – Hard- und Softwarekomponenten

Kostenübernahme

Im Gegensatz zu einer einmaligen Investition wie dem Kauf von mehreren Raspberry Pis, stelle ich mir die Kostenübernahme durch Schulträger schwieriger vor. Allerdings sind die Kosten für einen VPS sehr gering, sodass jeder Azubi zumindest einen VPS für 1-2 Monate mieten können dürfte. Eine Unterstützung durch den Arbeitgeber kann ich mir in vielen Fällen auch vorstellen.

Auswahl des VPS-Anbieters

Natürlich unterscheiden sich die Anbieter nicht nur im Preis, sondern auch in Ruf und Leistung. Oftmals gibt es Anbieter, die extrem günstige Preise aufrufen, da sie erst kurz auf dem Markt sind oder auch zu viele Instanzen auf einem Host (sprich „overselling“) laufen lassen. Auf lowendtalk.com kann man Angebote für VPS einholen und sich gleichzeitig über die Erfahrungen mit den Anbietern austauschen.
Weitere gute Anlaufpunkte sind lowendbox.com und lowendstock.com.

Programmablaufpläne digital zeichnen? PC und Tablet-Lösungen

Programmablaufpläne mit Android zeichnen

Auf dem PC lassen sich PAPs (Programmablaufpläne) mit dem kostenlos erhältlichen PAPDesigner zeichnen, speichern und auch verändern. Auf dem Tablet hatte ich noch keine geeignete ordentliche Software  gefunden, die direkt auf das Erstellen von PAPs zugeschnitten ist.

Nun bin ich zufällig über das kostenlose Android-Tool Draw Express Lite gestolpert.
Mit dem Finger konnte ich das Ganze noch nicht so schnell zeichnen, dazu habe ich vermutlich zu dicke Wurstfinger.

Bei mir funktioniert das Ganze recht gut mittels eines Stylus. Die Software arbeitet recht intuitiv und es lassen sich viele Arten von Diagrammen zeichnen.

RSS-Weiterleitung zu WordPress.com

Daran, dass WordPress.com Werbung in meinen Artikeln darstellt, hätte ich denken können. Eine eigene WordPress-Instanz hätte ich einfach von Anfang an installieren sollen. Vielleicht mache ich das in den Sommerferien. Dann habe ich auch Zeit, das Ganze umzuziehen.

Bis auf die Werbung stört mich, dass meine Domain-Weiterleitung von informaticana.de auf die Wordpress-Seite keine RSS-Feed-Option ermöglicht. Gerade für Feedly-Leser wie mich ein wichtiger Faktor.

Also loggte ich mich per FTP auf meinem Webspace an und schaute mich um. Siehe da, es scheint, als ob die Weiterleitung per CGI Script ermöglicht wird.

ForkLift 2016-02-11 16-24-54

Es muss doch auch möglich sein, das Skript anzupassen, sodass auch der RSS-Feed weitergeleitet wird. Schließlich bekam ich heraus, dass die RSS-Feed-Adresse in der eigentlichen Seite mitgegeben wird, unter dem Tag:

<link rel=alternate“ type=“application/rss+xml“ …>

Also noch kurzerhand die eigentliche Feed-Seite herausfinden und ins CGI-Skript eintragen.

view-source:informaticana.de 2016-02-11 16-22-14

Siehe da. Funktioniert.

EDIT (9.7.16): Mittlerweile habe ich eine eigene WordPress-Umgebung, daher wird die unten genannte Lösung für mich erstmal nicht mehr benötigt.

Android-Bild direkt auf Beamer streamen (ohne Kabel/Chromecast/…)

Leider sind in unserer Schule noch nicht viele Dokumentenkameras angeschafft worden, sodass diese immer geliehen und in den Klassenraum getragen werden müssen.

Daher experimentiere ich seit längerem mit der Technik (meist Tablet), um einen mobilen Dokumentenkamera-, bzw. Smartboard-Ersatz für mich zu finden, der in Null-komma-nichts aufgebaut und wieder abgebaut werden kann.

Mein Setup habe ich bereits in einem anderen Artikel beschrieben, jedoch habe ich nun eine App gefunden, die mir das Verkabeln abnimmt und ich das Tablet-Bild ohne zusätzliche Hardware sehr schnell über unser Schul-WLAN auf den Beamer streamen kann, ähnlich etwa wie AppleTV oder Chromecast.

Das hat den Vorteil, dass man mit dem Tablet im Klassenraum mobil ist und auch den Schülern das Tablet in die Hand drücken kann, um z.B. ein PDF zu annotieren (Schülerorientierung).

Die App heisst Livescreen und ist kostenlos für nicht-kommerzielle Zwecke nutzbar. Es gibt eine Pro-Version mit dem gleichen Funktionsumfang. Ich denke, ich werde diese App kaufen, da sie unproblematisch funktioniert (bis auf etwas Ruckeln bei der Übertragung) und ich die Entwickler unterstützen möchte.

LiveScreen - Screen Mirroring – Android-Apps auf Google Play 2016-02-15 10-08-29
Livescreen im Google Play-Store

Wie funktioniert die App?

Zunächst benötigt man ein Android-Gerät, welches mindestens  Android OS-Version 5.0 installiert hat. Nur dann lässt sich das Desktop-Spiegeln nutzen. Wenn man die App startet, wird zunächst die Tablet-eigene WLAN-IP angezeigt, die man sich merken muss. Nun muss man das Spiegeln in der App aktivieren. Es erscheint ähnlich wie beim Chromecast (ich denke, da wird ein Chromecast-Modul emuliert) ein Streaming-Icon im DropDown-Menü, das darauf hinweist, dass aktuell das Tablet-Bild ins Netz gestreamt wird.

Nun muss man am Lehrer-PC die URL samt Port (Standardport = 8080) in den Browser eingeben und man sieht sofort das Bild des Tablets. Es lässt sich damit nicht steuern, das ist auch gut so, damit sich das Gerät nicht von Schülern remote steuern lässt.

Was kann man alles damit anstellen?

Wie bereits beschrieben, lassen sich beispielsweise Arbeitsblätter direkt mit einem Stylus digital annotieren. Man kann Apps, die die Schüler im Lernprozess fördern, für alle anzeigen (z.B. Quizlet).
Weiterhin kann man das Tablet als Dokumentenkamera nutzen, indem man z.B. die App Stage oder einfach nur die Kamera-App startet (siehe Setup-Artikel).

Neue Internet-Kiosk Lösung für Schuleingangsbereich

Status quo

In unserer Schule gibt es im Eingangsbereich einen Info-Touch-Terminal, der u.a. den Vertretungsplan und die Raumpläne anzeigt (Internetseite) und auswählen lässt. Ich berichtete.

Nun wurde der Rechner in einem Schülerprojekt installiert. Es lief ein Windows 7 und Chrome im Kiosk-Modus neben UltraVNC Server und div. anderen Tools.
Das Problem an der Sache: Niemand wartete das Gerät. Das schreit nach Viren / Würmern / etc.

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Problemlösung

Nun fand ich durch Zufall die Linux-Distribution Webconverger, die auf Ubuntu aufbaut. Glücklicherweise setzt der Anbieter auf das Freemium-Modell, sodass eine einzelne Instanz kostenlos betrieben werden kann.

Huch! Linux/Ubuntu ist doch kostenlos?

Jein. Die Software ist es. Da aber der Anbieter einen Dienst anbietet, der dafür sorgt, dass die Software automatisch upgedatet wird und die Konfiguration vom Webbrowser aus verändert werden kann, möchte er auch Geld damit verdienen. In meinen Augen absolut nachvollziehbar.

webconverger
Weboberfäche

Vorteile von Webconverger

  • Software (Linux, Browser, Flash, PDF, …) immer aktuell.
  • Zukunftsfähig, da kein Betriebssystem-Ende in Sicht (vgl. mit Windows 7)
  • Die Webseite wird automatisch immer wieder zur eingestellten Heimatseite zurückgesetzt (nach einstellbarer Idle-Frist)
  • Ein Screensaver ist einstellbar.
  • Man kann direkt mehrere Rechner mit einer Konfiguration betanken.
  • Unternehmen respektiert Privatsphäre und schnorchelt nicht im Schulnetz (nachgeprüft mit Wireshark / Firewall)
  • Der Touchscreen wurde sofort erkannt
  • Die Installation ist denkbar einfach. USB-Stick einstecken, booten, installieren, Rechner hinzufügen (über Software), fertig
  • Es gibt sogar eine Android-Version.
    und der Hauptvorteil:
  • so gut wie kein Wartungsaufwand für mich / Kollegen.

Freifunk-Zugang absichern?

Frei nach dem Motto: „Better be safe, than sorry“ erkläre ich in diesem Beitrag, wie man seine Freifunk Umgebung im Heimnetz mittels einer Fritzbox absichern kann.

Zwar wird der Traffic, der von Wlan-Gästen aus dem Freifunk Netz kommt, direkt über die Server der Freifunk Gemeinde weitergeleitet (siehe Video), jedoch ist es besser Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.

Zunächst bieten aktuelle Fritzboxen einen Gastmodus an. Dieser Gastmodus ist in einem anderen VLAN als alle anderen Geräte unterwegs und die Benutzer im Gastnetz sehen die anderen Geräte im „normalen“ Heimnetz nicht und vice versa.
Das Gastnetz ist zwar in erster Linie für ein eigenes WLAN gedacht, das VLAN lässt sich jedoch auch auf die vierte LAN-Buchse der Fritzbox legen (siehe Bild Freifunk-AP auf Lan 4 und Gastzugang).

FRITZ!Box 2016-01-15 19-44-23
Freifunk-AP auf Lan 4
FRITZ!Box 2016-01-15 19-43-46
Gastzugang

Nun ist sichergestellt, dass es auch im Falle eines Sicherheitslochs im Freifunk-Router ein weiteres Vorkommen erschwert wird. Nun gibt es die Möglichkeit Filterlisten in der Fritzbox anzulegen. Zum einen Blacklists und Whitelists.
Blacklists sind Negativlisten, die den Zugang zu solchen IPs / Domains sperren, die dort eingetragen wurden. Whitelist tun genau das Gegenteil. Sie erlauben generell nichts, sondern nur die Einträge, die sich in ihr befinden.

Solch eine Whitelist habe ich angelegt und nach Rücksprache mit den örtlichen Freifunkern eingetragen (siehe Bild Whitelist 2)

FRITZ!Box 2016-01-15 19-45-40
Whitelist 1
FRITZ!Box 2016-01-15 19-46-16
Whitelist 2

Nun kann auch der Freifunk-Router nur Verbindungen zu den Freifunk-Routern aufbauen.

Fazit

  1. Freifunk-Router hat sein eigenes LAN => bei Sicherheitsproblemen in der Freifunk-Firmware kann der Angreifer höchstens im Netz Unfug treiben.
  2. Freifunk-Router darf nur Whitelist-Eintrag ‚darmstadt.freifunk.net‘ nutzen => selbst bei Sicherheitsproblem in der Freifunk-Firmware kann er den Internetzugang nicht als Spam oder Betrugspunkt nutzen.

Warum heissen Smartboards nicht Featureboards? Tablets als Alternative

Wenn Smartphones Smartphones und Featurephones Featurephones heissen, warum heissen Smartboards dann so?

Die zukünftige Grundschule meines Sohnes teilte den Eltern bei einem Vorstellungsabend mit, dass so gut wie jeder Raum mit einem Smartboard ausgestattet ist. Wie oft wird sich auf ein Thema gestürzt und als Heilsbringer erklärt, ohne dieses konkret zu evaluieren. Ein hübsches Foto mit einem Lokalpolitiker wird gemacht und das Ganze soll die Bildung erheblich verbessern. Ich weiss nicht so recht.

In unserer Schule hat man erkannt, dass die Geräte kaum (wenn überhaupt) Mehrwert im Vergleich zu anderen Medien haben. Ein PC in Kombination mit einem Beamer erledigt die meisten Aufgaben. Ganz zu schweigen von den Kosten (ab ca. 5k€)

In diesem Blogeintrag möchte ich mein persönliches Tablet als Smartboard/ Visualizer-Ersatz vorstellen, welches für einen Bruchteil der Kosten nachgebildet werden kann und nicht nur den Funktionsumfang eines Smartboards abbildet, sondern diesen auch erheblich erweitern kann. Im Übrigen heissen die Dinger interaktive Whiteboards, Smartboard ist der Gattungsname.

Mein Setup (Hardware)

Anschluss an Beamer51oys2bwxnul-_sx425_

Ich benutze ein Tablet, welches ich über das abzufilmende Blatt / Gerät / etc. befestige. Dann ist das Tablet mittels eines Slimport-Kabels direkt an den Beamer angeschlossen, damit alle das Lernobjekt sehen können. Ich nutze zunächst ein Slimport-Adapter, womit ich mein Tablet (Android) an einen HDMI-Anschluss anschließen. Viele unserer Klassenräume bietet leider nur VGA-Anschlüsse, daher habe ich noch einen Adapter von HDMI auf VGA eingepackt.

 

Ständerserveimage

Es gibt dafür bereits einige gute Ständer-Lösungen wie die „Tablet Stage“ von Belkin, die diese Funktionalität ermöglichen, allerdings finde ich diese überteuert. Die ca. 150€ lassen sich auch sparen, indem man seine eigene Lösung baut.

 

Selbstbau-Ständer764901370_2_Big

Vor den Weihnachtsferien benutzte ich ein Stativ aus unseren Chemie-Labor an das ich einen Tablet-Halter anschraubte. Das Stativ sah in etwa wie das Bild rechts aus.
Wie man sieht, war das auf Dauer viel zu globig und untransportabel.

In den Weihnachtsferien baute ich mir also ein Stativ, das ich endlich auch ohne Weiteres mitnehmen kann. Das Ganze habe ich aus bereits vorhanden Holzresten und Schrauben, die ich im Keller  hatte, gebaut. Wie man sieht, lässt es sich schnell zerlegen, ist extrem leicht und passt wunderbar in einen Jutebeutel.

Warum das Ganze?

Mit dem Ständer kann ich direkte Verbesserungen auf Papier vornehmen, während mein Tablet das Ganze filmt und automatisch an den Beamer weitergibt. Es wird sozusagen die Brücke zwischen der analogen und der digitalen Welt geschlagen. Zum Abfilmen reicht bereits eine einfache Kamera-App.

Weitere Apps für den Unterricht mit dieser Technik

Da ich ein Android-Tablet besitze, beschreibe ich die folgenden Android Apps. Allerdings gibt es in den meisten Fällen die gleiche oder eine ähnliche App auch für IOS.

Smartboard-Ersatz

Mit Hilfe der App PDF Max Pro kann ich Skripte oder auch Arbeitsblätter im PDF-Format annotieren. Somit erhalte ich einen guten Ersatz für ein digitales Whiteboard und die Dateien sind immer direkt mit einem Cloudsync Programm abgespeichert. Von PDF Max gibt es auch eine kostenlose abgespeckte Version, um die Funktionalität zu testen.

Smartboard- und Dokumentenkameraersatz

Stage von Belkin ist kostenlos im Play Store erhältlich. Die weiteren In-App-Käufe brauche ich nicht und mir erschließt sich auch nicht der Nutzen dieser Add-Ons. Es ist hiermit z.B. möglich Fotos von Schüleraufgaben zu machen und diese zu annotieren.

Die App Explain Everything kostet hingegen US$ 4, die aber absolut in Ordnung gehen, da die App einen enormen Funktionsumfang hat und auch das Speichern des Vorgestellten als Video oder Photo erlaubt. Also eine deutlich erweiterter Umfang im Vergleich zu Stage. Den Meisten wird wahrscheinlich Stage ausreichen.

Weitere Vorteile des Tablets

  • Mit dem Tablet habe ich mein digitales Whiteboard immer dabei, auch wenn der Klassensaal nur einen Beamer hat. Whiteboards sind meist fest an der Wand befestigt.
  • Mit dem Tablet kann ich auch Photos von Schüleraufgaben direkt aus dem Klassensaal machen.
  • In Verbindung mit einem Streaming-Gerät wie z.B. AppleTV oder Chromecast kann auch auf die Kabelei verzichtet werden.
  • Die Kosten sind genial gering. Die Kabel haben mich um die 30€ gekostet, das Holz hatte ich noch (wird nicht mehr als 10€ kosten) und ein Tablet kostet je nach Hersteller/Leistung zwischen 100€ und 500€, wobei hier ein Einsteiger-Tablet mit gescheiter Linse mehr als ausreicht.

Eine weitere Inspirationsquelle

Zum Schluss noch ein guten Link, den ein Kollege mir schickte. Manfred Poeller vom Gymnasium bei St. Anna in Augsburg hat vor einigen Jahren einen mobilen Medienwagen gebaut und eine Anleitung dafür ins Netz gestellt: http://www.gym-anna.de/joomla/index.php/klassenzimmer/kaeschtle

 

Meine Kurzschulung zu Visualizern / Dokumentenkameras

Bereits seit meinem Referendariat arbeite ich mit Dokumentenkameras. Immer wieder wurde ich darauf angesprochen, so dass ich mir überlegte eine Kurzschulung für unser Kollegium anzubieten.

Auf dieser Kurzschulung zeigte ich die generelle Funktionalität, die Vor- und Nachteile der Geräte, Vergleiche mit Smartboards, Methodenvorschläge, usw.

Auszug:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Die komplette Präsentation ist hier abzurufen: Download als PDF

Wer die Präsentation als Powerpoint erhalten möchte, kann mich anschreiben.

Von VBA zu Arduino

Momentan unterrichte ich an unserer Schule alle IT-Azubis des ersten Ausbildungsjahrs (ca. 120) in Lernfeld 6 (Entwickeln und Bereitstellen von Anwendungssystemen).

Bis zuletzt wurde die Programmiersprache VBA zum Einstieg in die Programmierung verwendet, da sich mit Hilfe von Excel schnell graphische Oberflächen und kleine Programme schreiben lassen. Ich habe das Glück alle Azubis des 1.LJ zu unterrichten, sodass ich nahezu ohne Abstimmung entscheiden kann, wie ich kommende Arduino-Programmierung in den Unterricht integriere.

Status quo

Der Unterricht sah bis zuletzt so aus, dass die Einstiegsthemen wie Variablen, Zuweisungen, If-Bedingungen, Schleifen und Arrays vorgestellt und mit Hilfe von kleinen Aufgaben angewandt wurden. Daraufhin wurden die unterschiedlichen Lösungen der Azubis zusammen besprochen und bewertet. Zu den besagten Thema wurde eine Arbeit  im ersten Halbjahr geschrieben und am Ende des Ausbildungsjahrs fand ein Projekt mit freiwählbarem Thema wie z.B. Colaautomat o.ä. statt, welches ich mit Hilfe eines Rubrics (Bewertungsmatrix) zusammen mit den Azubis bewertete.

VBA- nichts Halbes, nichts Ganzes.

Zwar lässt sich die Programmiersprache VBA sehr schnell lernen, man bemerkt aber schnell ihre Limitierung. Exemplarisch möchte ich ein Programmierbeispiel vorstellen, bei dem sich bereits erfahrene Azubis die Zähne ausgebissen haben. Ich gab dieser Gruppe die Aufgabe eine Funktion zu schreiben, die überprüft, ob eine eingegebenen IBAN Nummer gültig ist. In Programmiersprachen wie Java ist das kein Problem. Man behilft sich mit z.B. String-compares und der Modulo-Funktion.
Aber mit VBA ist das Typecasting ein Problem, ganz zu schweigen von der einstelligen Modulo-Operation und dem Datentyp Variant. Es ist machbar, aber mit großem Umstand.

Zukünftige Vorgehensweise

Da bereits die ersten zwei Unterrichtsblöcke stattgefunden haben, halte ich dieses Schuljahr an VBA fest, bis wir die Themen Schleifen und Softwarequalität behandelt haben.

Danach findet ein Einstieg in die Programmierung mit Arduino statt. Darauf aufbauend sollen die Azubis nun eigene Hardware- und Software-Projekte konzipieren.
Falls es Gruppen gibt, die keine eigenen Projektideen haben, können sie sich an den Themen der vergangenen Jahre (VBA-Projekte) orientieren:  Busticketsystem, Parkscheinautomat, Alarmanlage mit mehreren Sensoren (leicht), Geldautomat.. Nun sollen die Azubis diese auch tatsächlich in Hardware abbilden.

Ein weitere Vorteil: Die Themen aus Lernfeld 4 (Einfache IT-Systeme) wie Reihenschaltung aus der Elektrotechnik oder Gatter aus der Digitaltechnik werden ebenfalls benötigt.

Hardwarebeschaffung und Kosten

Das Thema Hardwarekosten ist immer ein Thema für sich, da diese übernommen werden müssen und es unter Umständen ein halbes Jahr dauert, bis die Kostenvoranschläge genehmigt werden. Weiterhin können Teile verloren oder kaputt gehen.
Aus diesen Gründen bitte ich die Azubis mehrere Wochen vorher darum (aufgrund der Versanddauer von 3 Wochen aus China), sich zu zweit ein Arduino-Einstiegsset zu kaufen (Preise und Links siehe Kaufhinweise). Ein Einstiegsset lässt sich bereits ab 20€ inkl. Porto kaufen. Ein Preis, den in meinen Augen jeder Azubi verschmerzen kann. Ich denke, dass auch Firmen bereit sind, den Azubis diese Sets zu sponsern.
Ein weiterer Vorteil des Ganzen: Die Azubis können ihre Werke nach Ende des Projekts mit nach Hause nehmen und andere Projekte damit realisieren und indirekt sich verbessern.

Links

Eine detaillierte Seite zum Einstieg in das Thema Arduino

Arduino-Programmierhandbuch der Netzmafia

Sehr umfangreiche Arduino Dokumentation eines IT-Lehrer (NL)

Zu guter Letzt die Kaufhinweise für meine Azubis

KAUFHINWEISE FÜR ARDUINO-PROJEKTE

  • Sie sollten mindestens den Arduino Uno kaufen. Ein Arduino Mega bietet mehr Pins (Input/Output) und mehr Speicher => mehr Speicher für größere Programme. Gerade bei umfangreicheren Projekten wäre diese Variante vorzuziehen. Arduino Nanos sind zu limitiert und umständlich in der Beschreibung des Mikrocontrollers (nicht Kernaufgabe dieses Unterrichts).
  • Achten Sie darauf, dass Sie die Hardware spätestens zum nächsten Block erreicht, sonst müssen Sie an einem VBA-Projekt zu arbeiten.
  • Empfehlenswert sind je nach Projekt folgende zusätzliche Teile: Breadboards mit Steckkabeln, LEDs, LCD (z.B. HD44780), 4×4 Keypad Matrix, 7-Segment Anzeigen, Buttons, Fingerabdruckscanner, 8×8 LED-Matrix, Zusatzsteckboards (sog. Shields, die für Bluetooth oder WLAN o.ä. sorgen), Helligkeitssensoren, Abstandssensoren, …
  • Arduino ist OpenSource, daher kann man für recht wenig Geld bereits umfängliche Clone-Starterkits kaufen, wie z.B. hier: hier aus Deutschland oder (bzw. Arduino Mega hier), hier aus China (bzw. Arduino Mega hier)
  • Noch günstiger gibt es Hardware bei aliexpress.com, hier kann man sich auch seine eigenen Kits zusammenstellen.
    ACHTUNG: Mitunter dauert die Lieferzeit bis zu 5 Wochen und teilweise kann es vorkommen, dass die Teile nicht ankommen. Einen Käuferschutz gibt es in der Regel dennoch.
  • Möglicherweise kann Sie ihr Betrieb finanziell unterstützen.
  • Hier gibt es eine gute Einleitung zum Umgang mit den Geräten: http://funduino.de/index.php/2-hardware-und-software/#hardware

Hardwaretipp für den private Bastelaktionen

Bei Aliexpress kann man einen Arduino-Klon bestellen, auf dem der beliebte ESP8266 Wlanchip verbaut ist. Er kostet dort weniger als 7€ inkl. Porto.

 

Bildquelle: http://techno-apk.blogspot.de/2014/02/menggunakan-lcd-16-x-2-di-arduino-uno.html

Sinnvoller Zeitvertreib während des Pendelns?

Nein. Dieser Beitrag handelt nicht von einer esoterischen Wahrsagetechnik. Vielmehr möchte ich eine Seite vorstellen, die die Zeit beim Pendeln (sprich Berufsverkehr) versüssen kann.

Die Zeit des Pendelns während des Studiums überbrückte ich zunächst mit einem Palm-Gerät, auf dem ich ein Programm hatte, mit dem ich zuhause per RSS-Reader mein Lesefutter runterlud und anschließend in der Bahn las. Später hatte ich einen Ogo. 1&1 bat seinerzeit eine GPRS-Flatrate an und so konnte ich in der Bahn langsam und mit einer grausamen Auflösung surfen. Zeitgleich fing ich an Podcasts zu hören.

Auf der Suche nach kurzen Podcasts, die lediglich die Zeit des Pendelns überbrücken, bin ich auf CommuteKit gestoßen.

Die Seite bietet nicht nur eine Übersicht über (englischsprachige) Podcasts an, sondern auch über App-Vorschläge, News-Aggregatoren usw.

Commute Kit 2016-01-05 19-09-21

Also viel Spass mit der Seite. Vielleicht ist etwas für euch dabei.

 

Freifunk – ich mach nach langem hin und her auch mit

Seit ca. 14 Jahren, als ich meinen ersten DSL-Anschluss hatte und WLAN mit 802.11b mit gerade einmal theoretischen 11Mbit verfügbar war, wollte ich mich mit meinen Freunden über Wlan direkt vernetzen. Es gab keine schnellen Handy-Datenverbindungen, bzw. waren diese minütlich getaktet und richtig teuer.

Ich bastelte die berühmte Pringles-Dose, eine Bi-Quad Antenne, doch sonst konnte sich kaum jemand für die Idee begeistern, bzw. waren die Distanzen einfach zu groß.

Mittlerweile wohne ich in einer Stadt, in der es auch ein Freifunk-Netz gibt und das meinem damaligen Traum sehr nahe kommt.

Obwohl es nun in den meisten Städten in Deutschland gute Breitbandverbindungen gibt und somit ein solches Netz nicht unbedingt notwendig ist, finde ich die Idee eines Bürgernetzes sehr interessant.

Da es nicht immer möglich ist, eine Richtfunkverbindung aufzubauen, behilft sich Freifunk zunächst damit, alle Verbindungen mittels eines VPNs ins Internet zu tunneln.

Zunächst war ich etwas zurückhaltend aufgrund der Störerhaftung, jedoch wird dies bei Freifunk mit Hilfe des VPNs minimiert.

In vielen deutschen Städten wird es  Flüchtlingen mithilfe von Freifunk ermöglicht, mit der Heimat im Kontakt zu bleiben.

Spätestens seit dem Vortrag eines Verantwortlichen von Freifunk auf dem aktuellen CCC-Congress (32c3), bin ich überzeugt.

 

Wie kann man mitmachen?

Zunächst benötigt man einen günstigen Plasterouter. Er kostet circa 30 €. Danach muss einen Custom Firmware geflasht werden. Diese ist auf der lokalen Freifunk-Webseite downloadbar. Nun muss der gewünschte Knotenname, die Geokoordinaten, sowie die bereitzustellende Geschwindigkeit für Freifunk eingetragen werden.

Zuletzt erhält man den öffentlichen Schlüssel des eigenen Geräts, welchen man den Freifunk-Verantwortlichen schicken muss.

Nun ist der Router Teil des Freifunknetzes.

Auch interessant

Freifunk tunnelt den Traffic seit dem 01.01.2016 nicht mehr über kommerzielle VPN-Anbieter, sondern sind sogar Mitglied der RIPE und besitzen eigene Server über die Traffic ins Internet (in Deutschland) getunnelt wird.

 

 

#Bikecommuting

Der Winter ist eher ein Frühling dieses Jahr. Trotzdem ist das nicht der Grund, warum ich seit letztem Jahr durchgängig mit dem Fahrrad in die Schule fahre.

Es spricht viel für dieses Fortbewegungsmittel. Klar, als Stadtbewohner fällt es sicherlich leichter auf das Auto zu verzichten, aber mit den Worten meines Schwiegervaters gesprochen: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechtes Equipment“.

Das heisst, es lässt sich bequem zur Schule fahren, selbst wenn es draussen schüttet und man danach das Rad putzen muss…was ich übrigens lieber mache, als das Auto zur Inspektion zu bringen, alleine schon wegen Zeitverlust, Kosten, usw.

Meine Ausstattung bei schlechtem Wetter ist die Regenhose und Schuhüberzieher, die sich schnell abstreifen lassen, eine ordentliche Regenjacke, Handschuhe und ein Helmverhüterli, damit der Kopf nicht  nass wird. Zwar vergleicht ein Kollege die Regenhose mit der Bushose von Sheldon Cooper, tauschen will ich trotzdem nicht mit ihm (sein Schulweg: 30km einfach inkl. Stau usw.). Meine Schultasche kann ruhig nass werden, dafür ist sie gemacht. Übrigens ist sie vom Rad auch schnell auf- und abnehmbar.

Im Winter trage ich natürlich Mütze, Schal und normale Handschuhe. Da die Winter bei uns (Südhessen) recht milde ausfallen, musste ich wegen Schnee noch nicht aufs Rad verzichten. Ansonsten würde ich die Öffis nehmen.

Das Thema Radfahren in der Stadt birgt natürlich auch sein Risiko. Für die morgendliche Fahrt im Dunklen habe ich das Fahrrad aufgerüstet mit Reflektoren, Klingel und Licht, welches ich auch bei klarem Wetter anschalte (Funktion wie Tagfahrlicht).

Vorteile der Fahrt zur Arbeit mit dem Rad:

  1. Man kann sich zusätzlich fit halten ohne extra Zeitverlust=> weniger Speck an den Hüften
  2. Man ist direkt schon in der ersten Stunde fit und alle Müdigkeit ist hinweggeblasen (ohne Kaffee)
  3. Kosten. Wir können nun auf ein Auto verzichten.
  4. Ausgeglichenheit. Seit ich mit dem Rad fahre,  bin ich nach der Schule sehr ausgeglichen (sage ich jetzt, ich müsste mal meine Frau fragen.)

Nachteile der Fahrt mit dem Rad:

  1. Aggressive Autofahrer drängeln gerne => Gelassenheit ist gefragt
  2. Häufiger Kauf von neuen Hosen => Jeansstoff wird im Schritt schneller durchgewetzt.

Ein kleiner leicht verdaulicher Lesetipp am Ende:
The Urban Biking Handbook von Charles Haine (ISBN 978-1592536955)

Berufsschule in Tschechien…alles neu!

Frei nach Peter Fox zeigte sich die Ausstattung einer beruflichen Schule in Tschechien mit dem Highlight eines Leiterbahnlasers samt Absaugeinheit der Firma LPKF für 2 Mio Kronen (ca. 74.000€).20151109_095328

Im Rahmen eines Austauschprogramms besuchten Lehrkräfte unserer Schule eine tschechische Berufsschule, die uns gerne von ihrem tschechischen IT- und E-Technik Unterricht, ihrer Ausstattung und den EU-Förderprogrammen berichteten.

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Die größten Unterschiede der tschechischen Schule zu Berufsschulen in Deutschland:

  • Internatunterkünfte
    • Die Azubis bleiben jeweils für wenige Wochen und fahren dann wieder in ihre Heimatorte zurück
  • Technik auf dem aktuellsten Stand (s.o.)
  • Unterricht ähnelt eher einer Schulung auf Technik einer bestimmten Marke
  • Lehrkräfte sind meist Fachlehrer ohne Studium mit Pädagogik-Kurs
    • Dieser Trend ist leider auch in Österreich zu beobachten
  • Schulbücher sind Skripte, die von Fachlehrern geschrieben und ebenfalls von EU gesponsert werden. Es handelt sich um Step-by-Step Anleitungen für Installation usw.
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Pixelmator erhält Fotounterstützung und einen Reparaturmodus (bekannt aus Photoshop)

Pixelmator erhält in der neuen Version einen einfachen Reparaturmodus. Pixlmator hatte ich bereits hier erwähnt. Ich nutze ihn, um schnell Bilder zuzuschneiden oder für Arbeitsblätte oder Moodle aufzubereiten. Wirklich ein guter Photoshop-Konkurrent, der hin und wieder günstiger im App Store zu haben ist.

Quelle: Lifehacker

Handyverbote in Schulen: Veraltete Regeln oder Schutz für die Lernenden?

Einen interessanten Artikel zu Handys in Schulen hat unser Lokalblatt, das Darmstädter Echo, abgedruckt.

Quintessenz: Einige Sekundarstufenschulen im Kreis setzen auf ein absolutes Verbot. Das heißt, wenn Lernende dabei erwischt werden, wenn sie Handys in der Schule unerlaubt benutzen, werden diese konfisziert und erst am Nachmittag ihnen oder den Eltern (je nach Schule) zurückgegeben.

Sicher, die eigene Privatsphäre auf Toiletten usw. muss gewahrt bleiben, aber warum jedoch die Lernenden entmündigen? Warum keine feinjustierten Regeln in Bezug auf Benutzung, z.B. in den Pausen, aber nur auf dem Schulhof, beschließen? Warum die Geräte nicht im Unterricht einsetzen?

Im Dezember 2014 sah ich einen Vortrag von Jöran Muuß-Mehrholz beim Vernetzungstreffen „Neue Medien im Hessencampus“. Ich stimme mit ihm absolut überein, dass die Möglichkeiten, die uns mit den Smartphones und Tablets geboten werden generell nicht einfach abgelehnt und diese verboten werden sollten. Vielmehr sollte konkret evaluiert werden, wo sich ein Einsatz lohnt, bzw. wo eher nicht. Jöran hat die vorgetragenen Punkte ebenfalls zum Nachlesen in einem Artikel in der Log In dargestellt.